Keine Lobbyarbeit für Konzerne!

Die Aktions-AG der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen erklärt sich solidarisch mit dem Anliegen der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ und der Initiative „Genossenschaft von unten“ und fordert:
Keine Lobbyarbeit für Konzerne!
Der BBU soll nicht zur Interessenvertretung der privaten Wohnungsunternehmen verkommen, sondern sein Kernklientel aus landeseigenen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften
vertreten!
Kommt alle am 22. August um 17:30 zum Café Einstein in der Kurfürstenstraße 58!

Links zur Veranstaltung:
http://www.genossenschaft-von-unten.eu/
https://www.facebook.com/events/2630155200385189/

Solidarische Prozessbegleitung

Räumungsprozess gegen eine Mieterin in Berlin, 23.08.2019, 12 Uhr, Littenstraße 12-17, Raum: 3501.

Aufruf aus der Nachbarschaft:
„Akelius will Mieterin in Neukölln rauswerfen.
Unsere Freundin und Genossin hat Stress. Seit langer Zeit unterstützt sie stadtteilpolitische Aktivitäten von Unten und engagierte sich wiederholt gegen Zwangsräumungen, macht sich stark für Projekte, die bedroht sind und organisierte Strassenfeste mit. Sie lässt sich von Ihrer widerständigen Haltung nicht abbringen. Nun soll sie weggentrifiziert werden, sie hat noch eine geringe Miete. Die Immobilienfirma Akelius hat ihr die Wohnung gekündigt wegen „verspäteter“ Mietzahlungen. In einem ersten Prozess im März 2019 interessierte sich das Amtsgericht Neukölln nicht für die Hintergründe, stimmte dem Akelius-Anwalt zu und bestätigte die Kündigung. Ihrem Anwalt gelang es eine neue Verhandlung vor dem Landgericht Berlin zu erreichen.
Diese findet statt am Freitag, 23. August 2019 um 12 Uhr in der
Littenstr. 12-17 im 3. OG Raum 3501.
Kommt und zeigt euch solidarisch!“ (http://nk44.blogsport.de/2019/08/18/immobilienfirma-akelius-will-mieterin-in-neukoelln-rauswerfen/)

Die Vernetzung der Akelius-Mieter*innen schließt sich dem Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung an. Auch in anderen Fällen hat Akelius bei Verzögerungen der Mietzahlungen sehr schnell Kündigungen ausgesprochen. Während Akelius Wohnungen monatelang leer stehen lässt, für Mieter*innen kaum ansprechbar ist und Instandhaltungen lange verzögert, wird bei den Mieter*innen jeder noch so kleine Anlass für überzogene Reaktionen genutzt.

Mehr Infos zum Umgang von Akelius mit den Mieter*innen finden sich in unserem Dossier: https://akelius-vernetzung.de/material/dossier/.

Pressemitteilung vom 12.08.2019

Mieter*innen von Akelius veröffentlichen Dossier: Mietpreise bei Neuvermietungen bis zu zehn Euro über dem Mietspiegel

Der Immobilienkonzern Akelius ist in Berlin als radikaler Mietpreistreiber bekannt. Jüngst machte der Konzern Schlagzeilen mit der Ankündigung, aufgrund des Mietendeckels Investitionen in seinen Berliner Wohnungsbestand drastisch zurückfahren zu müssen.

Zentrales Geschäftsmodell des Unternehmens ist die hochpreisige Neuvermietung nach Modernisierung und Luxussanierung. Ist das Mietsteigerungspotential ausgereizt, werden die Immobilien wieder verkauft. Ein heute veröffentlichtes Dossier, das von der Akelius-Mieter*innenvernetzung zusammengestellt wurde, rechnet nun vor: Durchschnittlich 17,86 Euro/qm verlangt der Konzern bei Mietangeboten und setzt bei realisierten Neuvertragsmieten durchschnittlich 16,42 Euro durch – vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Mietspiegels von 6,72 Euro pro Quadratmeter für ganz Berlin (2019). Der Durchschnitt der Bestandsmieten lag 2018 bei 8,64 Euro. Folglich handelt es sich in etwa um eine Verdopplung der Miete bei Neuvermietung. Legt man den berechneten Wert für die durchschnittliche Altvertragsmiete von 4,40 Euro zugrunde, erhöht sich die Miete für eine Wohnung bei Neuvermietung nach Modernisierung sogar um nahezu das Vierfache.

Das Dossier beinhaltet neben einer statistischen Auswertung von ca. 1300 Mietangeboten über den Zeitraum von einem Jahr auch eine graphische Darstellung des Bestandes von mindestens 870 Häusern in Berlin. Die Mieter*innenvernetzung beleuchtet ausführlich das Geschäftsmodell von Akelius sowie die Auswirkungen auf Stadtgesellschaft, Umwelt und Politik. Nicht zuletzt liefert das Dossier umfangreiche Erfahrungsberichte von Mieter*innen und zeigt, wie sich diese tagtäglich gegen Akelius erwehren müssen.  

Denn im Umgang mit den Mieter*innen greift der Konzern oft zu drastischen Maßnahmen: Mieter*innen berichten von unhaltbaren Kündigungen, Schikanen und Mahnungen wegen angeblichen Mietrückstands sowie mangelnden Instandsetzungen.

Karla Brunner, Akelius-Mieterin in Neukölln: „In meinem Haus stehen 10 Wohnungen leer, zum Teil schon mehr als 12 Monate. Nach jedem Auszug wird neu modernisiert. Viele Nachbar*innen sind ausgezogen, weil ihren Mitbewohner*innen die Übernahme des Mietvertrags verweigert wurde, weil sie keine Zukunftsaussicht mit Akelius als Vermieter gesehen haben oder weil sie gekündigt und zum Teil auch zwangsgeräumt wurden.“

Mit dem Dossier möchte die Mieter*innenvernetzung zeigen, dass die Selbstdarstellungen von Akelius weder einem genauen Blick auf die Geschäftsstrategie des Unternehmens standhalten noch den alltäglichen Erfahrungen der Mieter*innen entsprechen.  

Nächste Vollversammlung

Alle Akelius-Mieter*innen sind zu den regelmäßigen Vollversammlungen eingeladen.
Die nächste ist am:

Sonntag, 29. September 2019 von 14 bis 16 Uhr 
Aquarium Südblock, Skalitzer Straße 6, Kreuzberg (U1 / U8 Kottbusser Tor)

+++ NEXT PLENARY ASSEMBLY +++

All Akelius tenants are invited to the regular plenary assemblies. The next will be on:
Sunday, September 29th, 2019 from 2 pm to 4 pm 
in Aquarium Südblock 6 Skalitzer Straße in Kreuzberg (U1 / U8 Kottbusser Tor)