Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen auf der Gala von „Kein Haus weniger!“ 16.02.20 im Festsaal Kreuzberg

Erstmal an alle hier auf der Gala ein herzliches Hallo!

Wir, die Vernetzung der Akelius-Mieter*innen in Berlin, organisieren uns seit zwei Jahren gegen die Geschäftspraktiken unseres Vermieters. Akelius ist seit 2006 in Berlin aktiv und hat hier seinen weltweit wichtigsten Standort aufgebaut. Der Konzern besitzt in der Stadt ca. 900 Häuser mit reichlich 14.000 Wohnungen. Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei rund 20 Euro und im Einzelfall sogar bei 40 Euro pro Quadratmeter. Mieter*innen mit alten, günstigen Verträgen sollen nach dem Willen des Konzerns ausziehen. Was dann folgt, ist in jedem Haus das gleiche: erst stehen die Wohnungen lange leer, manchmal sogar Jahre! Dann kommt ein Bauarbeitertrupp und reißt mit ohrenbetäubendem Lärm alles aus der Wohnung raus, um es im Anschluss wieder einzubauen. Der Sinn hinter dem ganzen Unsinn: eine Gesetzeslücke erlaubt nach umfassender Modernisierung eine Neuvermietung ohne Orientierung am Mietspiegel. Das Ergebnis sind dann drei- bis fünfmal so hohe Mieten, wie zuvor. Weil das eindeutig viel zu teuer ist, stehen die Wohnungen deshalb erneut monatelang leer.

Doch wir wehren uns dagegen. Wir organisieren uns in unseren Häusern, berlinweit und sogar überregional. Wir sind vernetzt mit anderen Akelius-Mieter*innen in Hamburg, London, Toronto und New York und mit anderen Aktivist*innen in Berlin. Wir haben das Geschäftsmodell und das Firmenkonstrukt von Akelius und die Auswirkungen davon auf uns Mieter*innen und die Stadt intensiv analysiert und ausgewertet. In einem umfangreichen Dossier haben wir letzten Sommer unsere Rechercheergebnisse veröffentlicht. In der Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Presse ist Akelius spätestens seitdem als Problem umfassend bekannt. Wenn ihr mehr Infos über Akelius haben wollt: kommt zu unserem Infostand!

Da es heute hier auf der Gala um bedrohte Haus- und Kulturprojekte geht, wollen wir uns erneut solidarisch erklären mit allen von Verdrängung bedrohten Menschen und Projekten:

Es ist nicht gerechtfertigt, dass das willkürlich ungleich verteilte Einkommen darüber entscheidet, wer wie wo wohnen und arbeiten kann.

Es ist nicht weiter hinzunehmen, dass Firmen wie Akelius Wohnungen und Gewerberäume aus spekulativen Gründen leerstehen lassen.

Es kann nicht sein, dass Akelius preiswerte Kleingewerberäume in superteure Miniwohnungen umbaut, weil mit Wohnungen zur Zeit eben noch ein bisschen mehr Profit gemacht werden kann.

Es ist gut, dass der Mietendeckel kommt! Er sollte allerdings unbefristet sein und das spekulative Handeln mit Wohnraum sollte ein für alle Mal beendet werden. Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Gelddruckmaschine!

Die Häuser müssen in Selbstverwaltung überführt werden! Die Mieten sollen nur die Kosten für Instandhaltungen abdecken, und eben keine Profitraten! Wohnraum soll gerecht verteilt werden! Kulturelles und soziales Kleingewerbe soll geschützt werden!

Wir fordern, dass alle bedrohten Haus- und Kulturprojekte ihre Mietverträge zurückbekommen, bzw. sie verlängert werden! Wir fordern die Vergesellschaftung von Akelius & Co.! Wir fordern, dass alle Projekthäuser in Gemeineigentum überführt werden, bzw. in den Kollektivbesitz der Projekte selbst!

Wir fordern: Kein Haus weniger!

Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen Berlin gegen den Immobilien-Kongress „Quo Vadis“ am 11.02.20 vor dem Adlon

Wir Mieter*innen von Akelius organisieren uns, weil Akelius unsere Rechte und die Zukunft unserer Stadt mit Füßen tritt. Durchschnittliche Mieten von fast 20 Euro, und im Einzelfall sogar bis zu 40 Euro, pro Quadratmeter sind das Geschäftsmodell von Akelius. Dafür sollen wir Mieter*innen mit den älteren Verträgen aus unseren Wohnungen raus. Und neue Mieter*innen sollen einziehen und diese horrenden Mieten zahlen.

Doch wir wehren uns! Dabei ist es egal, ob Mieter*innen noch alte Verträge haben und ihre Häuser von Akelius gekauft wurden. Oder ob es Mieter*innen sind, die neu bei Akelius gemietet haben. Wir organisieren uns zusammen, denn wir haben alle das selbe Problem: und das heißt Akelius. Wir kämpfen vor Gerichten für unsere Rechte, organisieren uns mit unseren Nachbar*innen in unseren Häusern und vernetzen uns berlinweit und überregional mit anderen Akelius-Mieter*innen.

Und das mit Erfolg! Wir haben das Geschäftsmodell von Akelius analysiert und offen gelegt und dadurch viele Mieter*innen motiviert, sich der Vernetzung anzuschließen und für ihre Interessen einzutreten. Die Presse, Wissenschaft und Politik hat Akelius als Problem erkannt. In der Diskussion um den Mietendeckel wurde oft Akelius als Beispiel genannt, warum Berlin einen Mietendeckel braucht.

Das alles sind wichtige Erfolge! Aber was heute hier passiert: dass sich die Immo-Lobby mit Banken und Politiker*innen zusammensetzt und plant, wie sie noch mehr Geld aus uns rauspressen können, geht gar nicht! Das alles muss aufhören! Die gesamte Gesellschaft muss endlich Verantwortung übernehmen und alle Wohnungen dem Spekulationsmarkt entziehen! Banken müssen in selbstverwaltete Genossenschaften überführt werden, Häuser den Mieter*innen in Selbstverwaltung übergeben werden. Und Politiker*innen dürfen sich nicht länger zum Steigbügelhalter für Profitjäger machen!

Wohnen ist ein Menschenrecht, weil es ein menschliches Grundbedürfnis ist. Denn jeder Mensch braucht eine Wohnung als Voraussetzung um würdevoll und sicher leben zu können.

Dieses Lobby-Treffen heute hier sollte eher dazu genutzt werden, wirkungsvolle Resozialisierungsprogramme für Banker, Immobilienspekulanten und ihre Steigbügelhalter in der Politik zu entwickeln!

Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen auf der Kundgebung gegen Eigenbedarfskündigungen vor der Reichenberger Str. 73, 26.10.19

Private Immobilienunternehmen, die sich durch das Vermieten von Wohnungen bereichern, sind ein Problem. Das trifft sowohl auf die großen wie Deutsche Wohnen, Akelius und Co. zu, aber auch auf die kleinen. Wegen so einem kleinen, dem Immobilienunternehmer Brenning, stehen wir heute hier. CDU-Politiker, Burschenschaftler und über sein Familiengeflecht Besitzer von ca. 20 bis 30 Häusern in der Region, unter anderem die Reichenberger Str. 73. Spezialität von Brenning: Kündigung, gerne auch im Akkord auf Eigenbedarf. Allein in diesem Haus hier ist das innerhalb der letzten Jahre nun bereits das sechste Mal Eigenbedarf, und das bei insgesamt 16. Kündigungen in nur einem einzigen Haus.

Um zu verstehen, wie diese privaten Immobilienunternehmer ticken, hat uns am 9. Oktober Ralf Spann, der Europa-Chef von Akelius, in der taz und in der Berliner Zeitung ein gutes Lehrstück geboten. Wir zitieren:

Ralf Spann: „Akelius hat 2006 entschieden, ein Standbein in Berlin aufzubauen, als niemand sonst an diese Stadt geglaubt hat. Heute ist es unser wichtigster Standort, wir haben hier 14.000 Wohnungen. Was wir machen, ist, dass wir Wohnimmobilien erwerben, die lange Jahre vernachlässigt worden sind. Dann modernisieren wir diese Wohnungen, sehr behutsam. Die machen wir schon sehr schön, das ist eine Top-Qualität. Und die vermieten wir dann zur Marktmiete. Wir nehmen die Miete, die Leute bereit sind zu zahlen, für eine sehr gut ausgestattete Wohnung, in einer zentralen Lage, in einem sanierten Haus. Wir schauen darauf, dass der Mieter in die Hausgemeinschaft passt, und dass die Bonität so ist, dass er langfristig in der Lage ist, die Miete zu zahlen. Das ist alles. Es ist unheimlich schade, dass sich nicht mehr Menschen diese Mieten leisten können. Das bedauere ich sehr, wirklich. Die preiswerten Wohnungen bereitzustellen, das ist Aufgabe des Staates. Es ist nicht unsere Aufgabe, preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Sozialer Wohnungsbau ist Aufgabe des Staates. Wir schützen unsere Bestandsmieter. Sie dürfen so lange bleiben, wie sie wollen. Unsere Mieter brauchen keine Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren. Fiktive Eigenbedarfskündigungen oder überzogene Modernisierungsmieterhöhung: Das sind wir nicht. So etwas gehört sich nicht und muss unterbunden werden. Wir üben keinen Druck auf unsere Mieter aus. Kein Mieter wird bei uns verdrängt. Das würde gegen unsere Werte verstoßen.“ Zitat Ende. Und auf die Frage, ob er dem zustimmen würde, dass eine sozial gemischte Innenstadt ein erstrebenswerter Zustand ist, antwortete Spann mit: „Nein!“

Eigentlich muss das gar nicht weiter kommentiert werden. Das ist durch und durch selbstentlarvend. Und trotzdem wollen wir zwei Punkte herausarbeiten: Die sogenannten vernachlässigten Wohnimmobilien und der angebliche Schutz der Bestandsmieter*innen:

Zu Punkt ein: Die Häuser kauft Akelius in der Regel in einem guten Zustand. Aber durch die Behauptung, dass sie vernachlässigt seien, kann Akelius ein schwedisches Abschreibemodell nutzen. Darüber bekommt Akelius für die Sanierung maroder Wohnungen, auch wenn sie außerhalb Schwedens liegen, in der schwedischen Firmenzentrale Steuern erlassen. Die dort gesammelten und kaum versteuerten Einnahmen fließen von dort weiter nach Zypern, um letztlich auf den Bahamas zu landen.

Nun zum zweiten Punkt: Akelius als selbsternannter Beschützer der Bestandsmieter*innen. Diese Selbstdarstellung grenzt schon an Hohn, denn wir wissen von zahlreichen Kündigungen durch Akelius. Und immer waren es geringste oder konstruierte Anlässe. Ist eine Wohnung freigeklagt, wird modernisiert und für das Vielfache neu vermietet. Allein hier in der Reichenberger Straße besitzt Akelius 4 Häuser und ruft Mieten von über 30 €/qm ab. In der Wrangelstraße oder drüben in Kreuzberg 61 waren es sogar schon 40 €/qm. Die Durchschnittliche Bestandsmiete bei Akelius lag 2018 in Berlin bei 8,85 €/qm und somit 25% über dem Berliner Durchschnitt. In diese Akelius-Durchschnitts-Bestandsmiete fließen noch alle günstigen Mieten der Altverträge ein, die Akelius beim Kauf eines Hauses übernehmen musste. Bei Neuvermietungen verlangt Akelius berlinweit dann aber durchschnittlich 17,86 €/qm und realisierte 2018 davon immer noch ganze 16,42 €/qm. Akelius reizt also aus, was geht und kalkuliert ganz offen mit einem Steigerungspotential von 82%. Das wäre erreicht, wenn alle alten Mieten auf das Akelius-Preisniveau angehoben sind. Das geht aber nur, wenn die Mieter*innen mit den günstigen Altverträgen ausziehen. Dementsprechend scharf ist Akelius darauf, Altmieter*innen los zu werden. Soviel zum angeblichen Schutz der Bestandsmieter*innen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wie kommt Akelius an sein Geld? Ganz einfach: durch die Verdrängung der Altmieter*innen, das Auspressen der Neu-Mieter*innen, Abschreibemodelle und Steuerparadiese.

Damit ist klar: Wir brauchen weder Akelius noch Brenning noch sonst irgendwelche privaten Immobilienunternehmen. Aber was wir langfristig brauchen, ist ein intensives und umfassendes Resozialisierungsprogramm für die Akelius-Manager und die Brennings.

Speech of the networking of Akelius tenants in Berlin Rally of DWE + EAC in front of Lobeckstraße 64 on June 7 2019

We are standing here in Lobeckstraße today in order to protest against the power of the big profit-seeking real estate companies.

In house number 64, it is Deutsche Wohnen that makes life difficult for us tenants.

In house number 65 to 75, so right next door, it is Akelius that makes life difficult for us tenants.

This building complex consists of three houses standing one behind the other, with fantastic large open spaces in between. A space which would actually be ideal for building relationships between neighbors and enabling communal living.

However, this became impossible! Akelius bought the complex around 2014. Last year they started construction work. All the facades were covered with tarps, the courtyards are filled with construction material and rubble, the doors were left open, the staircases got filthy.

For the tenants inside these houses this means stress and noise every day. For some it even meant forced eviction. One year ago, Akelius forcibly evicted two people without any rent debts. Pedestrians coincidentally walking by this house reported this violent incident to us.

Just a few weeks later, Akelius invited the public to visit their new headquarter at Erkelenzdamm as part of the Architecture Days 2018.

The building is a large industrial yard and listed as a historical monument. Besides rental apartments, 40 artists and studio communities and several small businesses were located in this building. Akelius kicked almost all of them out in order to create their own residence in the heart of Kreuzberg.

A small aftertaste: Only one of the former ten rental apartments still exists. Akelius uses the rest of the space in a different way, mostly commercial, for instance for their tenants office. In offical German, this is called „Zweckentfremdung“: misappropriation.

Back when we were visiting this new headquarter last year and participated in a guided tour, we saw an oversized design drawing on one of the office’s walls. The draft showed street art motifs for the future facade design of precisely these houses here in Lobeckstraße 65 to 75, just next door to where we are standing now.

However, it is not the long-established tenants of this neighbourhood who are meant to enjoy the benefits of this piece of art. A year ago, the letterboxes showed a high vacancy rate.

The new rents that Akelius demands in these houses are astronomical:

1400 euros for 70 m² in number 67.

1500 Euros for 65 m² in number 71.

1090 euros for 35 m² in number 73.

1012 Euro for 58 m² in number 74.

This results in an average of 23.67 euros warm per square metre. The usual price Akelius charges in Friedrichshain-Kreuzberg.

But we cannot and do not want to afford these rents! Our answer is

therefore short and simple: Expropriate Akelius & Co.!

Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen Berlin auf dem MIETENmove in Hamburg, 02.06.2018

Die Berliner Akelius-Mieter*innen-Vernetzung grüßt Hamburg!

Wo Akelius ist, steigen die Mieten. Seinen Profit macht der Konzern immer nach dem gleichen Muster: Modernisieren ohne Sinn und Verstand. Egal wie lange eine Wohnung bewohnt war oder in welchem Zustand sie ist: alles raus, alles neu und die neue Miete rauf auf 20 bis 35 € / qm. Sind Mieter*innen im Weg, werden sie mit Hilfe geringster oder konstruierter Anlässe gekündigt oder durch das Verschleppen ihrer Anliegen zermürbt.

Die Folge ist klar: Leerstand vor der Modernisierung, Leerstand nach der Modernisierung. Zur Not wird Leerstand auch verbarikadiert und mit Security bewacht, wie in einem Haus in Kreuzberg.

Dieser Irrsinn muss ein Ende haben. Deshalb haben wir Akelius-Mieter*innen uns berlinweit vernetzt und eine Struktur geschaffen, in der wir uns gegenseitig solidarisch unterstützen.

Und weil Akelius auch in anderen Städten weltweit sein skandalöses Geschäftsmodell betreibt, vernetzen auch wir uns weltweit.

Für ein Wohnen in Würde ohne Akelius in Berlin, Hamburg, New York und überall!

Aus Solidarität zu euch hier in Hamburg, protestieren wir heute 17 Uhr vor der Akelius-Zentrale in Berlin, an dem Ort, an dem der Konzern seinen weltweit wichtigsten Standort aufgebaut hat.

Akelius hat zwar allein in Berlin über 600 Häuser, aber wir sind Zehntausende Mieter*innen!

Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen Berlin auf dem Reichenberger Straßenfest am 18. Mai 2019

Dieser Redebeitrag sollte eigentlich auf der Abschlusskundgebung der Mietenwahnsinn-Demo am 06.04.19 gehalten werden. Da die Abschlusskundgebung abgebrochen wurde, halten wir ihn nun hier:

Schließen wir uns zusammen und fegen wir die Spekulanten vom Tisch!

Es ist toll, dass heute wieder so viele Menschen auf der Straße waren, um gegen den Mietenwahnsinn zu demonstrieren. Es ist wieder einmal deutlich geworden, dass das Problem der hohen Mieten und der Verdrängung inzwischen jede*n hier in dieser Stadt betrifft.

Akelius ist eines der großen privaten Wohnungsunternehmen und Mietpreistreiber Nr. 1 mit Angebotsmieten von bis zu 42 Euro warm den Quadratmeter. Wir Mieter*innen haben die Nase gestrichen voll von Akelius und deren Geschäftspraxis. Ein Unternehmen, das nur 9 Euro pro Jahr und Quadratmeter in die Instandsetzung, dafür aber 105 Euro in die Modernisierung steckt, agiert vollkommen am Bedürfnis der Menschen vorbei.

Akelius geht es nur um den Profit. Uns aber geht es um das Menschenrecht auf Wohnen!

Deshalb organisieren wir uns, tauschen Informationen aus, helfen uns gegenseitig und machen die Geschäftspraxis von Akelius öffentlich. Alleine ist es verdammt schwer, mühsam und zermürbend sich gegen so einen Immobilienriesen wie Akelius zu stellen. Aber zusammen sind wir unendlich viel stärker. Die Gesetze haben viel zu große Lücken, durch die wir als Einzelne immer wieder durchfallen. Aber zusammen verstopfen wir diese Löcher!

Deshalb rufen wir dazu auf: organisieren wir uns und kämpfen wir gemeinsam für unsere Rechte! Und denken wir nicht nur defensiv, sondern überlegen wir uns, wie wir leben und wohnen wollen! Setzten wir uns für die Verwirklichung unserer Wünsche ein und halten wir an unseren Träume fest! Es ist klar, dass uns nichts geschenkt wird. Wir müssen uns das Erreichen unserer Ziele erstreiten und erkämpfen. Tun wir es!

Bauen wir eine Mieter*innen-Gewerkschaft auf, in der wir den Vermieter*innen geschlossen gegenübertreten! Enteignen wir die großen börsennotierten Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen! Setzen wir die Deckelung der Mieten durch! Verhindern wir die Spekulation mit unseren Grundbedürfnissen durch private Konzerne! Nehmen wir uns endlich das zurück, was uns als Menschen allen gemeinsam gehört: den Grund und Boden!

Redebeitrag der Vernetzung der Akelius-Mieter*innen Berlin auf der Wir Bleiben Alle-Demo 28.09.18

Dass die Situation für Mieter*innen beschissen ist – gerade auch im Prenzlauer Berg, müssen wir euch nicht erzählen. Das ist inzwischen allen klar. Deshalb werden wir euch was vom Widerstand gegen den Immobilienriesen Akelius berichten.

Akelius ist ein klassischer Spekulant und hat seinen weltweit wichtigsten Standort hier in der Stadt. Wir wissen zur Zeit von ca. 725 Häusern in Berlin, davon mind. 56 im Prenzlauer Berg.

Das sind eindeutig zu viele und noch eindeutiger ist die Miete viel zu hoch!

Wohnungen über 50 m² kosten in der Regel 20,- bis 25,- € / m². Je kleiner eine Wohnung desto teurer. Im Mai bot Akelius eine Ein-Zimmerwohnung in der Schönhauser Alle 108 mit 19,94 m² für 700,- € an.

Das sind 35,- / m²!

Doch der Vorteil bei einem solchen Riesen ist, dass er noch viel mehr Mieter*innen als Häuser hat! Und die sind bei diesen Mieten total abgegessen. Hier setzen wir an.

Wir vernetzen uns berlinweit und überregional, laden alle 2 bis 3 Monate zu Vollversammlungen ein, betreiben ein Online-Forum und pflegen einen Infoverteiler. In erster Linie geht es darum Infos zu sammeln und zu streuen. Alle sollen ihre Rechte kennen und wissen, wie sie sie durchsetzen können. Brennt es bei einem bzw. einer oder ist ein ganzes Haus betroffen, stellen wir Kontakte zu Mieter*innen in anderen Akelius-Häusern in der selben Situation her. Wir vermitteln Journalist*innen und bringen die Themen in die Öffentlichkeit. Oder wir rufen zur solidarischen Begleitung zu Terminen mit der Hausverwaltung auf.

Aber vor allem durchbrechen wir das lähmende Gefühl der Ohnmacht! Wenn wir den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern uns gemeinsam wehren, können wir was erreichen!

Akelius ist sehr auf seinen Ruf bedacht. Doch wer Share Deals macht, konsequent die Mietpreisbremse umgeht, Instandsetzungen verschleppt, wiederholt falsche Nebenkostenabrechnungen erstellt, auf Nachfragen mit Klagen und Kündigungen droht oder Kündigungen auch schon mal anlasslos ins Blaue hinein verschickt, ist angreifbar. Wir bleiben dran!

Wir leben nicht die Profitrate von Akelius! Wir leben unser Leben, in unseren Wohnungen und mit unseren Nachbarschaften! Also Finger weg von unseren Wohnungen und Häusern! Wir alle sind Menschen mit dem selben Nutzungsanspruch auf Licht, Luft, Wasser und Boden. Niemand hat das Recht damit Profit zu machen. Und unsere Häuser haben wir mit unserer Miete längst abgezahlt und der Boden, auf dem sie stehen, gehört uns allen! Und wer sich was anderes anmaßt, hat was ganz Entscheidendes noch nicht kapiert!

Redebeitrag Akelius-Vernetzung zum Reichenberger-Straßenfest, 1.9.2018

Liebe Leute auf dem Reichenberger-Straßenfest, schönen Gruß von der Vernetzung der Menschen, die in Häusern der Firma Akelius wohnen! Wir finden es toll, dass es dieses selbstorganisierte Straßenfest gibt, und dass hier in Redebeiträgen Zumutungen geschildert werden, die viele Menschen in Berlin erleiden müssen.

Auch wir sind ein Basis-Zusammenschluss. Wir haben im Februar begonnen, uns gegen Akelius zu organisieren, weil diese Firma immer mehr Leuten das Leben schwer macht. Gerade auch hier in der Reichenbergerstr. gibt es solche Fälle.

Aber zuerst ein paar Infos über Akelius. Akelius war noch vor ein paar Jahren das größte private Immobilienunternehmen Schwedens. Mittlerweile ist es verstärkt im Ausland aktiv, und zwar in Deutschland, Frankreich, Kanada, England und den USA. In einer Selbstdarstellung schreibt Akelius, dass sie sich auf, Zitat, Wohnimmobilien in attraktiven Städten mit starkem Wachstum und Modernisierungspotenzial konzentrieren. Das bedeutet: Akelius‘ Geschäftsmodell ist, für diese Verteuerung selbst zu sorgen, indem sie die Wohnungen teuer ausstatten, teilmöblieren oder auch einfach nur irgendwas erneuern oder gar nur oberflächlich sanieren, und das dann Modernisierung nennen. Dann gilt die sogenannte Mietpreisbremse der Bundesregierung nicht. Quadratmeterpreise von über 20 Euro warm sind bei Akelius völlig normal.

Zitat aus der Selbstdarstellung: „Akelius gehört zu den besten der Welt, um Appartements und allgemeine Flächen zu modernisieren. Jedes Jahr renoviert Akelius 4000 Wohnungen.“ Zitat Ende. Insgesamt hat Akelius rund 50000 Wohnungen. In Berlin sind es 12000, obwohl die Firma erst seit 2006 hier aktiv ist.

Da sich die negativen Meldungen gehäuft haben, organisieren wir den Widerstand. Wir haben in 700 Häuser Flugblätter geworfen, um Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Letzten Sonntag hatten wir die dritte Vollversammlung für alle Akelius-Mieterinnen und -Mieter. Wir sorgen für eine Berlin-weite Vernetzung, vermitteln Rechtsberatung und bringen Akelius in die Medien.

Diese Firma verschleppt gern unsere Anliegen, renoviert auch Wohnungen, die erst vor kurzem renoviert worden sind, und verschickt Kündigungen, die ungerechtfertigt sind oder auf kleinsten Anlässen beruhen. Akelius hat auch Häuser im Share-Deal-Verfahren gekauft. Das bedeutet, dass offiziell nicht das Haus gekauft wird, sondern die Mehrheitsanteile an der Firma, der es gehört. Bei dieser seit Jahren üblichen, aber in der Allgemeinheit noch nicht sehr bekannten Praxis muss die Grunderwerbssteuer nicht gezahlt werden, und der Bezirk verliert in Milieuschutzgebieten sein Mitspracherecht und sein Vorkaufsrecht.

Auf diese Weise ist Akelius auch im Reichenberger-Kiez vorgegangen, der in einem Milieuschutz-Gebiet liegt. Hier nun ein paar Beispiele für das Treiben von Akelius in dieser Gegend.

Die Reichenbergerstr. 52 hat Akelius 2014 gekauft, offensichtlich per Share Deal. Gleich danach hat Akelius an mehrere Haushalte unberechtigte fristlose Kündigungen geschickt. Mittlerweile hat eine Person, die bei Akelius arbeitet, am Telefon zugegeben, dass damals auf Verdacht 300 Kündigungen verschickt wurden. Später erhielten in dem Haus mehrere Haushalte unberechtigte Mieterhöhungsverlangen, die angeblich vom Mietspiegel gerechtfertigt waren – waren sie aber nicht! Derzeit will Akelius das Haus umfassend sanieren, informiert aber die Bewohnerinnen und Bewohner nur unzureichend und setzt sie unter Druck. Genehmigunspflichtige Modernisierungen sind angekündigt, aber nicht beim Bezirk beantragt. Der Bezirk hat aber vor kurzem die Erlaubnis erteilt, dass das Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt werden darf. Ein Skandal ist, dass so etwas in einem Milieuschutzgebiet möglich ist. Wer hat heute schon das Geld, sich hier eine Wohnung zu kaufen? Die kämpferischen Leute in der Reichenberger 52 suchen nun Hilfe, um das Schwamm-Gutachten in Frage zu stellen, mit dem Akelius die umfassende Sanierung des Hauses begründet. Mehrere Haushalte sollen in andere Häuser umgesetzt werden – wer weiß, für wie lange!

Auch die Reichenbergerstraße 114 hat Akelius per Share Deal gekauft, und zwar im vergangenen Winter. Hier steht schon seit Jahren das Ladenlokal leer. An Pfingsten wurde es im Rahmen einer großen Besetzungskampagne durch die Gruppe „Friedel im Exil“ besetzt, um ein Soziales Zentrum einzurichten. Akelius ließ es noch am selben Tag räumen und hat sich überhaupt nicht für das soziale Anliegen interessiert. Die Polizei verletzte bei der Räumung etliche Menschen, obwohl vor dem Haus nur eine friedliche angemeldete Kundgebung stattfand.

In der Reichenbergerstraße 72a bietet Akelius extrem teure Wohnungen an. Eine teilmöblierte Ein-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss des Seitenflügels, die 28 Quadratmeter groß ist, kostet 850 Euro Warmmiete! Das sind 30 Euro pro Quadratmeter! 2014 kostete diese Wohnung 350 Euro und war in einem guten Zustand. Im ersten Stock kostet eine 30-Quadratmeter-Wohnung übrigens 870 Euro.

Hier im Kiez finden sich weitere Beispiele für die krass mietentreibende Wirkung von Akelius. In der Liegnitzer Straße 37 kostet eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern zur Zeit 1400 Euro. In der Forster Straße 52 kosteten kürzlich 71 Quadratmeter 1450 Euro. In der Reichenberger Straße 153 kostete eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 40 Quadratmetern 1000 Euro. In der Wiener Straße 31 waren es 1600 Euro für 75 Quadratmeter.

Informiert euch und andere über Akelius! Macht die Vernetzung bekannt! Wir suchen immer Erfahrungsberichte, auch kurze, um zu wissen, was in den Häusern so passiert ist. Sie können uns per E-Mail geschickt werden. Die Adresse ist:

akelius-mietervernetzung@posteo.de. In einem Online-Forum sind diverse Infos gesammelt: www.akelius-vernetzung.de. Hier auf dem Fest gibt es einen Info-Stand.

Die Mietenentwicklung hier in der Gegend, die Akelius ausnutzt und vorantreibt, ist auch im Zusammenhang mit der Ansiedlung von IT-Firmen zu sehen, die unter anderem vom sogenannten Google-Campus vorangetrieben wird. Viele Menschen sagen deshalb: Fuck Off Google! Es wird Zeit, dass der Reichenberger-Kiez auch ruft: Fuck! Off! Akelius!!!

Redebeitrag Akelius-Vernetzung für den Kiezspaziergang Großbeerenkiez, 1.9.2018

Liebe Leute auf dem Kiezspaziergang, das Bündnis der Akelius-Mieterinnen und -Mieter heißt euch willkommen in der Obentrautstraße! Was haltet ihr von folgendem Angebot? Im Haus Nummer 22 wurde kürzlich eine 2-Zimmer-Wohnung mit 42 Quadratmetern für eine Warmmiete von 1100 EUR angeboten. Das sind über 25 EUR pro Quadratmeter. Oder wie wäre es mit der Nummer 25? Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 104 Quadratmetern für 1500 EUR. Letzteres ist geradezu günstig angesichts des Vermieters, der berühmt-berüchtigten Firma Akelius. Gegen diese Firma organisieren wir uns seit Februar.

Akelius war noch vor ein paar Jahren das größte private Immobilienunternehmen Schwedens. Mittlerweile ist es verstärkt im Ausland aktiv, und zwar in Deutschland, Frankreich, Kanada, England und den USA. In einer Selbstdarstellung schreibt Akelius, dass sie sich auf, Zitat, Wohnimmobilien in attraktiven Städten mit starkem Wachstum und Modernisierungspotenzial konzentrieren. Das bedeutet: Akelius‘ Geschäftsmodell ist, für diese Verteuerung selbst zu sorgen, indem sie die Wohnungen teuer ausstatten, teilmöblieren oder auch einfach nur irgendwas erneuern oder gar nur oberflächlich sanieren, und das dann Modernisierung nennen. Dann gilt die sogenannte Mietpreisbremse der Bundesregierung nicht. Quadratmeterpreise von über 20 Euro warm sind bei Akelius völlig normal.

Zitat aus der Selbstdarstellung: „Akelius gehört zu den besten der Welt, um Appartements und allgemeine Flächen zu modernisieren. Jedes Jahr renoviert Akelius 4000 Wohnungen.“ Zitat Ende. Insgesamt hat Akelius rund 50000 Wohnungen. In Berlin sind es 12000, obwohl die Firma erst seit 2006 hier aktiv ist.

Da sich die negativen Meldungen gehäuft haben, organisieren wir den Widerstand. Wir haben in 700 Häuser Flugblätter geworfen, um Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Letzten Sonntag hatten wir die dritte Vollversammlung für alle Akelius-Mieterinnen und -Mieter. Wir sorgen für eine Berlin-weite Vernetzung, vermitteln Rechtsberatung und bringen Akelius in die Medien.

Diese Firma verschleppt gern unsere Anliegen, renoviert auch Wohnungen, die erst vor kurzem renoviert worden sind, und verschickt Kündigungen, die ungerechtfertigt sind oder auf kleinsten Anlässen beruhen. Akelius hat auch Häuser im Share-Deal-Verfahren gekauft. Das bedeutet, dass offiziell nicht das Haus gekauft wird, sondern die Mehrheitsanteile an der Firma, der es gehört. Bei dieser seit Jahren üblichen, aber in der Allgemeinheit noch nicht sehr bekannten Praxis muss die Grunderwerbssteuer nicht gezahlt werden, und der Bezirk verliert in Milieuschutzgebieten sein Mitspracherecht und sein Vorkaufsrecht.

Auf diese Weise ist Akelius möglicherweise auch hier vorgegangen. Die Obentrautstraße 25 gehört Akelius, aber im Handelsregister ist auch eine Obentrautstr. 25 GmbH & Co. KG Vermietungs KG eingetragen.

In Kreuzberg 36 ist es erwiesen, dass Akelius Häuser per Share Deal gekauft hat. Extrem hohe Mieten verlangt Akelius auch dort.

Ein paar aktuelle Beispiele aus eurer Gegend, einzusehen unter www.akelius.de: Hallesches Ufer 24: 62 Quadratmeter für 1400 EUR Miete. Monumentenstraße 28: Eine Ein-Zimmer-Wohnung mit nicht mal 31 Quadratmetern für – haltet euch fest – 1030 EUR! Das sind über 33 EUR pro Quadratmeter. In den Häusern Wilhelmstraße 149 und 150 sowie Hallesches Ufer 28 waren in diesem Sommer ebenfalls schon Wohnungen zu deutlich mehr als 20 EUR pro Quadratmeter annonciert. Am Tempelhofer Ufer 5 kostete eine Anderthalb-Zimmer-Wohnung über 30 EUR pro Quadratmeter.

Informiert euch und andere über Akelius! Macht die Vernetzung bekannt! Wir suchen immer Erfahrungsberichte, auch kurze, um zu wissen, was in den Häusern so passiert ist. Sie können uns per E-Mail geschickt werden. Die Adresse ist:

akelius-mietervernetzung@posteo.de. In einem Online-Forum sind diverse Infos gesammelt: www.akelius-vernetzung.de.

Die Mietenentwicklung in Kreuzberg, die Akelius ausnutzt und vorantreibt, ist auch im Zusammenhang mit der Ansiedlung von IT-Firmen zu sehen, die unter anderem vom sogenannten Google-Campus vorangetrieben wird. Diese Einrichtung soll demnächst in der Ohlauer Straße direkt am Landwehrkanal eröffnen. Viele Menschen sagen deshalb: Fuck Off Google! Es gibt sogar einen gleichnamigen Internetauftritt mit vielen Infos. Es wird Zeit, dass Kreuzberg auch ruft: Fuck! Off! Akelius!!!

Redebeitrag der Akelius-Mieter*innen-Vernetzung Berlin am 15. Juni 2018 vor der Deutsche Wohnen Zentrale, Mecklenburgischen Straße 57 anlässlich der Aktionärsversammlung der Deutsche Wohnen in Frankfurt

Weil es richtig ist, unseren Protest an die Orte zu tragen, an denen mit unseren Wohnungen und somit mit unseren Lebensentwürfen spekuliert wird, stehen wir heute hier. Deutsche Wohnen, Akelius und wie sie alle heißen, sollen die Konsequenzen ihres Handelns spüren. Keiner soll mehr in seinem Büro sitzen und mit Zahlen jonglieren können, ohne dass er oder sie nicht kapiert, dass Menschen davon in ihren privatesten und schützenswertesten Räumen angegriffen werden.

Wohnen ist ein Menschenrecht! Aber die profitorientierte Immobilienwirtschaft schert sich einen Dreck um uns Menschen und unsere Rechte. Stattdessen wird noch das Sozialgefüge unserer Kieze als hip, cool oder in vermarktet und mit Geld erstickt. Man kann kein Lebensgefühl kaufen oder verkaufen. Man kann nur leben und gestalten oder eben kaufen und konsumieren. Mit eurem Geld prügelt ihr uns aus unseren Wohnungen, aber was mit euch kommt ist eine soziale Wüste der Langeweile und Realitätsferne.

Die börsennotierten Wohnungsgesellschaften gehören enteignet und kommunalisiert! Wir Menschen in unseren Häusern und Nachbarschaften wollen unsere Wohnsituation selbst gestalten. Wir wollen gegenseitig Verantwortung für uns und unser Umfeld übernehmen. Was wir nicht wollen, ist die Profitrate von irgendwelchen Konzernen leben oder vorgeschrieben bekommen, wo wir wohnen sollen und wo wir nicht mehr wohnen dürfen.

Die Wohnungspolitik muss grundsätzlich verändert werden! Sie muss vom Markt genommen und den Mieter*innen gegenüber wohlwollend betrieben werden. Warum wird bei Mietverzug nicht erstmal eine Mahnung geschickt, sondern gleich gekündigt und sofort eine Räumungsklage hinterhergeworfen, obwohl die Kündigungsfrist noch gar nicht abgelaufen ist? Warum dürfen Vermieter mit einem vorläufigen Räumungstitel zwangsräumen, ohne den Ausgang eines Berufungsprozesses abwarten zu müssen? Warum müssen Mieter*innen Fehler der Vermieter immer hinnehmen und in zähen Prozessen um Korrektur oder Entschädigung kämpfen und werden selbst beim kleinsten Anlass rausgeschmissen?

Dieses Ungleichgewicht hat keine Zukunft! Besser heute als morgen müssen die Bestände der Deutsche Wohnen, Akelius & Co in Mieter*innen-Hände überführt werden!